Paul Barbarin (* 5. Mai 1899 in New Orleans; † 10. Februar 1969 in New Orleans), gilt neben
Baby Dodds als einer der wichtigsten Schlagzeuger des frühen New Orleans Jazz.
Sein Vater Isidore war Leiter der
Onward Brass Band, und auch alle seine Brüder musizierten. Schon als Jugendlicher spielte er in Bands wie der
Young Olympia Brass Band von Buddy Petit, was er auch 1917 in Chicago fortsetzte, wo er tagsüber in einer Fabrik arbeitete. Ab 1920 ging er auf Tour, u.a. mit
Freddie Keppard und seinem Schwager
Jimmie Noone. Zurück in New Orleans spielte er bei
Luis Russell, 1924 bis 1927 mit
King Oliver´s
Dixie Syncopators in Chicago, bevor er wieder nach New Orleans zurückkehrte. Auch später zog es ihn immer wieder in seine Heimatstadt, so nach dem Aufenthalt 1928 bis 1932 in New York City, wo er u.a. wieder bei Luis Russell spielte. 1935 bis 1938 spielte er im
Luis Russell Orchester, als diese Begleitband von
Louis Armstrong war. 1941 spielte er kurz wieder mit Armstrong, danach mit
Red Allen und in eigenen Bands. 1944 spielte er mit
Sidney Bechet. Danach richtete er sich wieder in New Orleans als Basis ein, tourte aber noch gelegentlich nach New York, Chicago (so 1953 mit
Art Hodes), Los Angeles (1955) und Kanada (1959). Er leitete eigene Bands, spielte in Prozessionen und ließ 1955 die
Onward Brass Band seines Vaters wiedererstehen. Er starb 1969 an deren Spitze während einer Parade im Mardi Gras. Im gleichen Jahr war seine Band als erste schwarze Band in der Proteus-Parade des
Lundi Gras (der Vortag des Mardi Gras) zugelassen worden.